PIZZAREISE NACH CASERTA

Unsere zweite Pizzareise in diesem Jahr führte uns diesmal zur Wiege der Pizza Canotto, in die Provinz Caserta. Dieser Besuch war für uns wie ein Wechselbad der Gefühle. Nach zwei Wochen Aufenthalt in dieser Region erschienen uns die Menschen dort wie unerschütterliche, starke Lotuspflanzen, die in einem bedrohlich wirkenden Sumpf verwurzelt sind, und ihre Pizze wie deren leuchtend schöne Blüten, die aus Schmutz und Schlamm hervorwachsen.

Die Region, nördlich der Metropole Napoli, wurde innerhalb weniger Jahrzehnte durch unmoralische, korrupte Politiker und gewissenlose Mafiosi zugrunde gerichtet. Die Landschaft ist übersät mit zum Teil hochtoxischem Müll aus ganz Europa, der durch verschiedene Mafia-Clans hierher transportiert wurde, die seit Ende der 80er Jahre mit illegaler Abfall-Entsorgung ein Vermögen verdienen.

Unzählige Frauen werden durch die gleichen Verbrecherbanden zur Prostitution gezwungen und stehen zahlreich, zwischen Müllsäcken, am Straßenrand.

Dazu kommt, dass durch eine destruktive, ideologisch motivierte Migrationspolitik, die ehemals blühenden Ferienorte der Küstenregion, in Gettos für vorwiegend afrikanische Einwanderer verwandelt wurden. Die einstigen Ferienwohnungen in diesen Gemeinden und die Straßen sind am zerfallen und es scheint fast, als ob es von den Verantwortlichen so gewollt wäre.

Vielleicht ist es genau dieses trostlose Umfeld, das die Pizzaioli dort zu echten Glanzleistungen in der Erneuerung und Weiterentwicklung der Pizza Napoletana antreibt.

Wer nach Napoli reist, um die echte Pizza Napoletana kennen zu lernen, sollte unbedingt auch die nördliche Nachbarprovinz besuchen. Die hohe Qualität der von uns getesteten Pizze in dieser Region war absolut bemerkenswert.

Für mich ist der Caserta Stil zweifellos die Krönung der Pizza Napoletana.

Eine kurze Beschreibung der Stationen unserer Pizzareise, können auf meinem Instagram Account nachgelesen werden.

www.instagram.com/pizzapurista

Die nachfolgenden Pizzerien, bzw. Pizzaioli, wurden diesmal von uns besucht.

 

Pizzareise No.2 2018

(Matteo Ceschi) La Talpa in Baselga di Piné
(Besuchsbericht folgt!)

Da Salvatore di Emanuele Marigliano in Parete
(Besuchsbericht folgt!)

(DER MAGIER!!! Roberto Susta) Pizzeria Susta – La Vera Pizza Fiocco in Volla
(Besuchsbericht folgt!)

(Salvatore Santucci) Ammaccàmm in Pozzuoli
(Besuchsbericht folgt!)

Grumè in Napoli Grumo Nevano
(Besuchsbericht folgt!)

Carlo Sammarco 2.0 in Napoli Frattamaggiore
(Besuchsbericht folgt!)

(Giovanni Russo) La Famiglia in Casapulla
(Besuchsbericht folgt!)

(Giuseppe Bove) Il Segreto di Pulcinella in Montesarchio
(Besuchsbericht folgt!)

Antica Pizzeria Pepe in Caiazzo
(Besuchsbericht folgt!)

Dodici in Aversa
(Besuchsbericht folgt!)

(Raffaele Bonetta) Ciarly Napoli
(Besuchsbericht folgt!)

(Pasqualino Rossi) Élite in Alvignano
(Besuchsbericht folgt!)

(Michele Lioniello) Casa Lioniello in Succivo
(Besuchsbericht folgt!)

(Gennaro Primicerio) Primicerio in Villaricca
(Besuchsbericht folgt!)

(Stefano Canosci) Chicco in Colle di Val d’Elsa
(Besuchsbericht folgt!)

 

 

Ein Gedanke zu „PIZZAREISE NACH CASERTA“

  1. Servus,

    ich freue mich auf die Berichte! Ist das nicht auch alles ganz schön abenteuerlich? Ich so verfallenen Gegenden hätt ich da immer kein so gutes Gefühl.

    Grüße
    Alex

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