PIZZERIA DA MICHELE IN NAPOLI

Die höchste Pizzerien Dichte Neapels herrscht in der Via dei Tribunali. Gegen Ende unserer Napoli-Pizza-Reise im vergangenen Sommer beschlossen wir, dass wir dort, an einem Abend, mehrere Pizzerien hintereinander besuchen wollten.

Unser Fußweg vom Bahnhof dahin, führte uns jedoch zuerst zu der Pizzeria in Neapel mit dem wahrscheinlich höchsten Promi-Faktor, L’ Antica Pizzeria da Michele in der Via Cesare Sersale.

Schon im Jahre 1870 wurde die Pizzeria von der Familie Condurro eröffnet. Mittlerweile ist sie ein Magnet für Prominente und Touristen aus der ganzen Welt. Viele internationale berühmte Persönlichkeiten haben bei Da Michele Pizza gegessen. Maradona war schon zu Gast, auch Forest Whitaker und natürlich Julia Roberts, die hier in dem Hollywood-Film „Eat Pray Love“ genüßlich eine Pizza verspeiste.

Aus diesem Grund näherte ich mich dem Lokal mit sehr gemischten Gefühlen. Ich stellte mich darauf ein, dass hier gutgläubige Neapel-Besucher eine durchschnittliche Pizza für viel Geld serviert bekommen. Zu dieser Zeit konnte ich noch nicht ahnen, wie sehr ich mich mit dieser Annahme irren sollte…

Beim Betreten des Restaurant passierte etwas äußerst ungewöhnliches. Es war für einen kurzen Augenblick so, als würde der Fluss der Zeit um mich herum stehen bleiben. Im nächsten Moment wusste ich, dass dieser Ort eine ganz besondere Bedeutung für mich hat. Es war ein Gefühl, als wäre ich beim Betreten dieser traditionsreichen Pizzeria zu Hause angekommen. Die Suche nach der echten Pizza Napoletana hörte in diesem einen Moment auf…

Die heiligen Hallen der Pizzeria da Michele haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die puristische Einrichtung, die hohen Decken, der alte Pizzaofen, die Heiligenfigur hinter Glas in der hinteren Wand, dazu das hektische rege Treiben der Mitarbeiter und Gäste.

Die Speisekarte war höchst überschaubar, es gab nur die traditionellen neapolitanischen Pizzasorten Margherita und Marinara. Bei der Kasse im Eingangsbereich saß ein tiefenentspannter älterer Herr mit braunem Sakko. Es war Francesco Condurro, der uns nach dem bezahlen einen Bon überreichte, den wir glücklich den Pizzaioli aushändigten.

Die Pizza hatte einen etwas festen Rand, der jedoch fantastisch schmeckte, dazu eine Tomatensoße wie sie besser nicht hätte sein können.

Der Fior die Latte war wunderbar zart und in genau der richtigen Menge aufgetragen, so dass er zusammen mit den anderen Zutaten eine traumhaft schöne Geschmackssymbiose eingehen konnte.

Zu all dem kam eine Zutat, die ich bis jetzt noch bei keiner anderen Pizza entdecken konnte – “Magie”. Diese Pizza hatte tatsächlich etwas “magisches”, dass mit Worten nicht zu beschreiben ist und das mich zutiefst beeindruckte.

Fantastisch!

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