PIZZERIA ROSSOPOMODORO IN MILANO

Das zentrale Thema unserer Reise nach Napoli, im vergangenen Sommer, war selbstverständlich die Pizza Napoletana. Im Vorfeld unserer Tour erstellte ich eine Liste mit populären Pizzaioli oder traditionellen Pizzerien, von denen wir in der vorhandenen Zeit, so viele wie möglich besuchen wollten.

Die Erste Station unserer Pizzareise war die Pizzeria Rossopomodoro in Milano. Rossopomodoro ist ein Franchise-Unternehmen mit Filialen weltweit. Der Hauptsitz ist in Napoli, daher spielt hier die echte Pizza Napoletana natürlich eine wesentliche Rolle.

Beim Betreten des Ladens war es schon relativ spät, gegen 22:00 Uhr. Der Chef-Pizzaiolo Vincenzo Capuano war zu dieser Zeit leider nicht anwesend, was ich sehr bedauerte.

Das Restaurant machte einen sehr stylischen, aber gemütlich Eindruck. Das junge Personal war aufmerksam und freundlich. Die sehr schnell servierte Pizza wirkte auf dem Teller wie ein Designobjekt. Der Rand der Pizza erschien fast schon übertrieben fluffig, die Farben der Zutaten leuchteten auffallend und der Belag erweckte den Eindruck, bewusst ästhetisch angeordnet zu sein.

Bei soviel Perfektionismus in der optischen Erscheinung, waren die Erwartungen an den Geschmack selbstverständlich hoch. Die Enttäuschung stellte sich jedoch umgehend beim ersten Bissen ein. Der Teig war versalzen und verweilte nach dem Essen, dementsprechend lange, unangenehm im Magen.

Dafür hatte die Tomatensoße einen ungewöhnlich schönen Geschmack. Der Fior di Latte war zwar geschmacklich schön, im Biss aber auffallend zäh. Das einsame Basilikumblättchen verbreitete leider sehr wenig Aroma und das Olivenöl wurde offensichtlich komplett vergessen.

Röstaromen waren kaum vorhanden und der schön luftig aussehende Teig wurde sehr schnell zäh. Aus dem wunderschönen goldenen Pizzaofen des Mailänder Rossopomodoro könnten, mit etwas guten Willen, sicherlich traumhafte Pizzen kommen.

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